Kinderleicht im Internet suchen und finden – selbst­be­stimmt, für alle

KIsu macht die Internetsuche durch Forschung und KI einfacher und zugänglicher. Damit alle Menschen jeden Alters und mit speziellen Bedürfnissen, leichter und selbstbestimmter am digitalen Leben teilhaben können.

Illustration einer Weltkugel hinter einer Lupe

„Einfach“ im Internet suchen und finden?

Suchmaschinen wie Google oder Bing sind ein wichtiger Baustein für die Teilhabe am (nicht nur) digitalen Leben. Doch für viele Menschen stellen sie auch Herausforderungen dar. Oft ist unklar, wie die Algorithmen funktionieren, die die Suchergebnisse filtern. Hinzu kommt, dass das Design der Plattformen und die Nutzung von persönlichen Daten durch Nutzerprofile es schwer machen, selbstbestimmt nach Informationen zu suchen. Dies führt dazu, dass Nutzende weniger bewusst handeln, Suchergebnisse nicht einordnen können und die Risiken für ihre Privatsphäre oft nicht ausreichend erkennen. Neue KI-Tools wie Chatbots (z. B. ChatGPT) verschärfen diese Herausforderungen zusätzlich.

Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist die Situation noch schwieriger, denn Suchmaschinen sind oft nicht barrierefrei. So können sehbehinderte Menschen Inhalte oft nicht vollständig nutzen, da Screenreader viele Elemente wie dynamische Inhalte, Werbung oder unbeschriebene Bilder nicht korrekt darstellen. Menschen mit motorischen Einschränkungen haben Probleme, wenn alternative Eingabemethoden wie Spracheingabe oder Eye-Tracking nicht zuverlässig funktionieren. Kognitiv eingeschränkte Personen stoßen auf unklare Formulierungen und schwer verständliche Ergebnisse, die ihre Nutzung stark einschränken.

An diesen Punkten setzt KIsu an. Das Projekt (KIsu steht für „Kinderleicht KI-basiert suchen und finden – inklusiv und selbstbestimmt“) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Suche im Internet für alle Menschen jeden Alters und mit speziellen Bedürfnissen leichter und zugänglicher zum machen.

Weiterbildung und Forschung als Schlüssel zum selbstbestimmten Suchen

Wir entwickeln und testen Weiterbildungsangebote und Workshops, in denen Nutzer lernen, sicher und selbstständig mit Suchmaschinen und KI-Chatbots umzugehen. Dafür arbeiten wir mit verschiedenen Gruppen aus der Zivilgesellschaft zusammen – darunter Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und Menschen mit speziellen Bedürfnissen. Gemeinsam mit ihnen erforschen wir spezifische Anforderungen bei der Nutzung on Suchmaschinen und KI-Chatbots.

Die Projektschritte

  1. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft entwickeln wir Lernangebote und erforschen die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen.
  2. Auf Basis dieser Erkenntnisse erstellen wir Designprinzipien für barrierearme und sichere KI-Oberflächen für die Websuche.
  3. Diese Designprinzipien nutzen wir anschließend, um ein KI-Modell zu erstellen, das Probleme bei der Nutzung erkennt und durch klare Dialogführung löst, immer mit dem Ziel, die Internetsuche transparenter und bedürfnisgerechter zu gestalten.

Das Ziel ist eine transparente, gemeinwohlorientierte Internetsuche, die für alle zugänglich ist.

Hier finden Sie die im Projekt erstellten Designprinzipien für KI-Frontends.

Projektpartner

KIsu ist ein gemeinsames Projekt der Universität des Saarlandes und der Kindersuchmaschine fragFINN.

Logo der Universität des Saarlandes